Gemeinde, wohin?
Einige Bemerkungen vorweg...
In der Kirchengemeinde Bochum-Werne ist in den letzten Jahren manches geschehen. Häuser wurden abgegeben, Stellen wurden abgebaut, manche Arbeit wird nicht mehr so getan wie noch vor einigen Jahren. Darüber haben wir in den letzten Jahren immer wieder berichtet, geschrieben, geredet. Für die Kirche ist dies eine Zeit tief greifender Veränderungen – dass dies die kath.Gemeinden ebenso betrifft ist überall zu sehen und zu lesen. Anlass dieser Veränderungen waren und sind die finanziellen Rahmenbedingungen. Geld steht nicht mehr in dem Maße zur Verfügung. Wir müssen auskommen mit dem, was über Kirchensteuern und Spenden hereinkommt. Wir haben hier in den letzten Jahren einiges erreicht. Wir haben in beträchtlichem Umfang gespart, aber noch haben wir unser Ziel nicht erreicht. Noch immer ist unser Haushalt nicht gedeckt, geben wir mehr aus, als wir hereinbekommen. Gerade auch die steigenden Energiekosten der letzten Jahre machen sich in unserem Haushalt sehr deutlich bemerkbar, haben manches Sparziel wieder über den Haufen geworfen. Wir sind durch Veränderungen in der Struktur des Kirchenkreises für unsere Finanzen sehr viel verantwortlicher als wir dies lange Zeit waren. Nicht ausgeglichene Haushalte müssen von uns durch Kredite ausgeglichen werden. Es gibt keinen Spielraum mehr.
In der nächsten Zeit werden wir uns im Presbyterium sehr intensiv mit der Frage beschäftigen müssen, wie wir weiter sparen und unseren Haushalt auf eine solide Basis stellen können. Wir sind zuversichtlich, dass uns dies gelingt, aber es gibt noch viel zu tun. Um über allen Finanzen das Inhaltliche nicht zu übersehen oder zu übergehen werden wir uns zeitgleich mit der Entwicklung einer Gemeindekonzeption beschäftigen. Die Landeskirche verpflichtet uns dazu, damit Sparziele und inhaltliche Arbeit einer Gemeinde aufeinander bezogen bleiben. Auch mit weniger Geld soll natürlich eine profilierte Gemeindearbeit geleistet werden. Das Presbyterium wird dazu in den nächsten Tagen einen Ausschuss berufen, der sich diesem Thema widmet und am Ende ein Konzept für die Gemeinde vorlegt. Dazu wird die Arbeit in der Gemeinde angeschaut, werden Rahmenbedingungen und örtliche Besonderheiten geprüft, werden Gemeindeglieder befragt und vieles andere mehr. Der Ausschuss soll in seiner Zusammensetzung unterschiedliche Menschen und Gruppierungen in der Gemeinde widerspiegeln. Dazu werden gehören: Mitglieder des Presbyteriums, hauptamtl. und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, Gemeindeglieder in unterschiedlicher Nähe zur Gemeindearbeit und auch Menschen, die der Gemeinde distanziert gegenüber stehen. Der Prozess der Entwicklung der Gemeindekonzeption wird von einem Moderator moderiert und begleitet. Das Ergebnis wird abschließend dem Presbyterium zur Beschlussfassung vorgelegt und der Gemeinde vorgestellt. Wir erhoffen uns von dieser Arbeitsgruppe wichtige neue Impulse und bitten alle Gemeindeglieder um Unterstützung.
Nur gemeinsam können wir unsere Gemeinde für die Anforderungen der Zukunft fit machen.

